Montag, 15. Mai 2006
Töchter




"Was heisst, du hast noch eine Tochter?"

Schwarzgekleidet, dominant und ratlos sah sie auf ihren Sklaven. Die Gerte lag auf ihrem Schuss aber sie spielte nur mit der Schlaufe. Adam sass in seinem Sklavenhemd vor ihr. Es war zur Seite gerutscht und ließ seine Schmale Schulter frei. Die Handschellen klapperten leise, als er sich umsetzte.

"Was heißt du hast noch eine Tochter?"

während sie fragte, dachte sie an alle Möglichkeiten. Hatte Adam als Jugendlicher eine Frau geschwängert? Warum hat er nie etwas gesagt? Warum sagte er es ihr heute, nur weil sie morgen seine eigentliche, seine richtige Tochter kennenlernen sollt? Da war wieder dieser Blick, demütig und verschlagen. Ein geprügelter Hund, der sich aber zu helfen weiß. Gerne hätte Eva ihn jetzt geschlagen, aber dann würde er sich verstockt abwenden.

"Ich habe zwei Töchter"

"was soll das heißen, zwei Töchter?"

Eva war auf eine Beichte aus der Vergangenheit gefasst, die sich gebührend bestrafen würde um dann zu verzeihen. Wichtig war ihr heute nur, sie würde Adams 10 jährige Tochter morgen kennenlernen. Sie hatte schon so viel über sie gehört. Was sollte sie heute mit diesem Geständnis anfangen?

"Es gibt nicht nur Kim, von der ich dir erzählt habe...da ist noch Nina"

Eva verstand noch immer nicht. Sie sah in sein Gesicht. Dieses Gesicht was sich schmerzlich verzerrte.

"Drei Jahre hast du nur von einem Kind gesprochen und jetzt sind es zwei?"

Die Wut kam langsam, sie hätte sich am liebsten in sein Gesicht übergeben. Was für eine Strafe gab es für eine große Lüge? Das passte nicht in ihr Verhältnis, es war Realität, die man nicht mit ein paar Stockhieben beseitegen konnt.

Wenn sie heute daran zurückdachte, kam ihr die Szene wie der erste Bruch vor. Eva mußte ihrem Partner nicht vertrauen. Sie wusste, alle lügen, sie selber auch.

Dennoch gab es Lügen, die sie nicht verstehen konnte. Lügen die vereitert waren, die keine saubere Narbe hinterließen. Die Begegnung mit Kim und Nina war unkompliziert. Eva musste nur die Eigenschaften neu zuordnen, Adam hatte sie alle Kim gegeben. Natürlich liebte sie ihn weiterhin, sie quälte, demütigte und verachtete ihn, so wie er es gerne hatte. Die Herren waren die Diener der Sklaven. Wer es nicht glaubt, hat noch nie einen mürrischen Sklaven erlebt. Was hätte sie gemacht, wenn sie damals schon gewusst hätte, wie es in vier Jahren aussehen würde? Vermutlich nichts, es wäre über ihr Vorstellungsvermögen gegangen. Eva hatte sich ihren dritten Ehemann sorgfältig ausgesucht. Sie wusste was sie nicht wollte. Das war schon mehr als die meisten Frauen wissen. Zudem hatte sie eine Vorstellung davon was sie wollte. Und sie hat diesen Mann gesucht und gefunden. Einen klugen Sklaven, einen bei dem es Lust machte ihn zu unterdrücken. Später, als sie sich wunderte, warum Adams Nase immer so braun verschmiert aussah, als er immer schwitzte wenn er aß, dachte sie an seinen Kreislauf. Heute hier denkt sie an diese Dinge zurück, wie andere an vergangene Feste. Ihre Schwägerin mit dem Säugling auf dem verschneiten Dach, wer erlebt schon eine akute Psychose? Der Schmerz ihr das Kind aus dem Arm zu reißen, den fühlte sie heute noch. Es ist etwas was kein Mensch tun darf, ein klammerndes verzweifeltes Kind aus den Armen der Mutter reißen. Da sträubt sich der Instinkt gegen. Und Evas Exmann hat gesagt, was heiratest du für einen Spießer. Das war Adam nicht. Er wollte alles ausprobieren. Die schlimmsten Demütigungen, Windeln, im kalten Keller schlafen und Hundefutter fressen. Jetzt will er eine Frau sein. Nein er behauptet er sei eine Frau. Warum hat Eva alles richtig gemacht und eine Frau geheiratet? Warum kann ein Mann nicht sein wie ein Mann? Früher hatte Eva Frauen verachtet, vermutlich sich selber eingeschlossen. Aber es gab immer die Ausrede, sie sei keine typische Frau. Später konnte sie mit Frauen auskommen. Heute fängt sie wieder an, sie zu hassen.
Eva verließ mit Adam die Garage.
„Kannst Du noch?“
Während er auf allen Vieren die Treppen hinauf kroch nickte er stumm.
Das muss Liebe sein, wenn ein Mensch nicht mehr gehen kann und zu jemandem zurück gekrochen kommt. Schmerz verzerrte sein Gesicht. Eva war glücklich. Adam lag im Krankenhaus, frisch operiert. Als sie das Zimmer betrat maß eine Schwester seinen Blutdruck und lächelte anzüglich, bevor sie das Zimmer verließ.
„Putz dir die Nase“
Eva ertrug es nicht immer den braunen Rotz zu sehen. Unwirsch leckte er das Messer ab. Das hasste sie genauso. Sie gab ihm ein Taschentuch, was er ärgerlich beiseite schob. Kim und Nina sahen auf ihre Teller. Warum erkennt man nur etwas was man kennt?
„Oben am Baum fehlt noch etwas“
ratlos sah er sie an
„Ein Stern?“
„Nein die Engelsflügel, die ich dir damals geschenkt habe“
Damals war schon lange her. Länger als Jahre.
Eva saß in ihrem Chefsessel. Gerte in der Hand, gestiefelt und geil auf Adams Qualen. Er musste den riesigen Weihnachtsbaum schmücken und durfte bevor er fertig war nicht aufs Klo. Er presste die Knie zusammen. Eva war erregt, sie liebte seinen Schmerz. Als sie später gemeinsam zum Waschbecken gingen hielt sie seinen Schwanz. Jetzt durfte er es laufen lassen. Aber als er endlich entspannt genug war, drückte sie brutal zu. Dann befahl sie ihm, sich zu wichsen

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